CAS-Programm Kindesvertretung
Das CAS-Programm Kindesvertretung wird von der Fachhochschule Luzern in fachlicher Kooperation mit dem Marie Meierhofer-Institut für das Kind angeboten.
Das CAS-Programm Kindesvertretung richtet sich an Personen, welche Kinder und Jugendliche in zivil-, verwaltungs- und strafrechtlichen Verfahren vertreten. Es vermittelt einschlägiges Fachwissen sowie die erforderliche Methodenkompetenz zur erfolgreichen Erfüllung dieser Berufsaufgaben und gibt den Studierenden Gelegenheit, ihre Sozial- und Selbstkompetenz in Bezug auf diese Aufgaben zu reflektieren.
Die behördenunabhängige anwaltschaftliche Vertretung von Kindern in zivil-, verwaltungs- und strafrechtlichen Verfahren ist in der Schweiz noch wenig etabliert. Meistens werden die Interessen der Kinder von Fachpersonen vertreten, die gleichzeitig auch für andere Interessen zuständig sind oder explizit zur Allparteilichkeit verpflichtet sind. Die Wünsche und Interessen, mitunter auch die Rechte der Kinder werden so allzu oft ungenügend berücksichtigt. Die Forderung nach vermehrter Einsetzung von Kindesvertretungen ist unter im Kinderschutz tätigen Fachpersonen deshalb unbestritten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Institutionalisierung der Kindesvertretung ist deren Professionalisierung. Professionelle Handlungskompetenz ergibt sich aus der Kombination von juristischer und psychologischer Fach- und Methodenkompetenz, einem spezifischen Rollenbewusststein und einem Verständnis für multi- und interdisziplinäre Koordination.